Anonim

HIV oder das humane Immundefizienzvirus verursacht eine HIV-Infektion und kann schließlich, wenn es nicht behandelt wird, zu AIDS führen. AIDS oder das erworbene Immunschwächesyndrom führt zu einem fortschreitenden Versagen des Immunsystems, wodurch der Körper nicht in der Lage ist, opportunistische Infektionen abzuwehren, und sogar das Risiko einer Person, bestimmte Arten von Krebs zu entwickeln, erhöht.

HIV-Prävention und -Behandlung haben einen langen Weg zurückgelegt, seit AIDS in den 1980er Jahren die Schwulengemeinschaft verwüstet hat. Heutzutage können HIV-Behandlungen Menschen ein langes, erfülltes Leben mit geringen Viruskonzentrationen im Blut ermöglichen. Und neue Medikamente wie die Präexpositionsprophylaxe (PrEP) können bei regelmäßiger Einnahme Menschen tatsächlich vor dem Erwerb von HIV schützen. Trotz dieser Fortschritte entwickeln sich jedes Jahr neue HIV-Fälle. In den USA leben derzeit mehr als 1 Million Menschen mit HIV.

Nach Angaben der Zentren für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten (CDC) wurde 2016 bei 39.782 Menschen HIV diagnostiziert. Noch etwas, das sich nicht geändert hat: HIV wirkt sich in der Regel überproportional auf die LGBTQ-Gemeinschaft aus, insbesondere auf Männer, die Sex mit anderen Männern haben. Im Jahr 2016 machten schwule und bisexuelle Männer 67% aller HIV-Diagnosen aus.

Und das HIV-Stigma belastet weiterhin die LGBTQ-Gemeinschaft und behindert die Diagnose, Behandlung und Behandlung der Krankheit.

Externe Diskriminierung und Homophobie

Die LGBTQ-Gemeinschaft ist Stigmatisierung und externer Diskriminierung ausgesetzt, einschließlich subtiler und offener Homophobie, die zu Folgen wie Obdachlosigkeit, Arbeitslosigkeit und mangelnder Gesundheitsversorgung führen kann. Diese Diskriminierung kann sogar zu riskanten Verhaltensweisen führen, die das Risiko einer Person erhöhen, HIV zu erwerben (oder zu verbreiten).

Zum Beispiel ist die Transgender-Gemeinschaft regelmäßig mit Diskriminierung und mangelndem Verständnis für ihre Bedürfnisse konfrontiert. In einigen Fällen kann dies dazu führen, dass sich Transgender-Frauen der Sexarbeit zuwenden, um ihre Rechnungen zu bezahlen. Leider erhöht Sexarbeit ihre Chancen, sich mit HIV zu infizieren, erheblich. Ein weiteres Beispiel: Viele schwule und bisexuelle Männer berichten, dass sie ihre sexuelle Orientierung und ihr sexuelles Verhalten nicht mit ihren Ärzten besprechen, weil sie sich unwohl fühlen, wenn sie diese persönlichen Informationen preisgeben. Ohne diese entscheidenden Details wissen ihre Ärzte jedoch möglicherweise nicht, ob sie HIV-Tests empfehlen können.

Derzeit kennen viele Menschen in der LGBTQ-Community ihren HIV-Status nicht. Anti-Homosexuell Voreingenommenheit und Diskriminierung können sie davon abhalten, getestet zu werden. Und wenn sie nicht getestet werden, erhalten sie keine Behandlung, um ihre Viruslast unter Kontrolle zu bekommen. Mit einer Diagnose könnten diese Personen möglicherweise eine antiretrovirale Therapie (ART) erhalten, eine Kombination aus drei oder mehr Medikamenten, die zusammengenommen das Wachstum des HIV-Virus im Blutkreislauf verlangsamen oder sogar verhindern. ART könnte ihre Gesundheit und Langlebigkeit verbessern und auch die Virusmenge im Blutkreislauf so weit reduzieren, dass die Wahrscheinlichkeit, dass sie das Virus auf einen Partner übertragen, weitaus geringer ist.

HIV-Stigma innerhalb der LGBTQ-Community

Eine Umfrage der Kaiser Family Foundation aus dem Jahr 2014 ergab, dass viele schwule und bisexuelle Männer der Meinung sind, dass HIV in der schwulen Gemeinschaft ein Gefühl der Selbstzufriedenheit mit HIV gibt. Viele erkennen auch das HIV-Stigma an. Die Studie ergab, dass fast drei Viertel der befragten schwulen und bisexuellen Männer selten, wenn überhaupt, mit ihren Freunden oder Sexualpartnern über HIV sprechen. Und viele folgen nicht den Empfehlungen, sich häufig auf HIV testen zu lassen. Diese Einstellungen scheinen zur anhaltenden Verbreitung von HIV unter schwulen Männern beizutragen.

Es gibt Hinweise darauf, dass jüngere schwule und bisexuelle Männer HIV und AIDS nicht mit der gleichen Perspektive betrachten wie ältere schwule und bisexuelle Männer. Sie sind in einer Zeit erwachsen geworden, in der AIDS kein automatisches Todesurteil mehr ist. Sie kennen möglicherweise niemanden, der an AIDS gestorben ist. Und so sehen sie die Angelegenheit möglicherweise nicht so dringend wie die Generation, die ihnen vorausgeht. Diese Männer werden auch weitaus seltener auf HIV getestet als ältere Männer.

Experten fordern mehr Forschung zum Thema HIV-Stigma in der Schwulengemeinschaft. Mit mehr Wissen werden die Gemeinde und ihre Verbündeten besser gerüstet sein, um diesem Stigma entgegenzuwirken - und den Menschen helfen, die Pflege, Ärzte und Behandlung zu finden, die sie benötigen.

An wen kann ich mich wenden?

Trotz des HIV-Stigmas, das für die LGBTQ-Community besteht, steht Hilfe zur Verfügung. Zwei wichtige Ressourcen für LGBTQ-Betroffene sind die Nationale AIDS-Hotline unter 800-342-AIDS und die Nationale Hotline für Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender unter (888) 843-4564. Eine weitere relevante Ressource ist die Hotline des Nationalen Netzwerks für Vergewaltigung, Missbrauch und Inzest (RAINN) unter 800-656-HOPE.