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5 Fakten zur Immuntherapie bei Kopf- und Halskrebs

5 Fakten zur Immuntherapie bei Kopf- und Halskrebs

Anonim

Die Immuntherapie, die Verwendung von Medikamenten, um das Immunsystem zu ermutigen, Krebszellen anzugreifen und abzutöten, verändert die Krebsbehandlung. Die Immuntherapie kann bestimmte Arten von Haut-, Lungen- und Nierenkrebs erfolgreich behandeln und wird jetzt zur Behandlung von Kopf- und Halskrebs eingesetzt, der trotz der Behandlung fortgeschritten ist.

Trotz der Aufregung um die Immuntherapie ist es den Ärzten wichtig, sich daran zu erinnern, dass es sich nicht um eine „Silberkugel“ oder eine Wunderbehandlung handelt. Hier sind fünf wichtige Fakten zur Immuntherapie sowie zu Kopf- und Halskrebs.

1. Kopf- und Halskrebs sind besonders gute Ziele für die Immuntherapie.

Die Immuntherapie scheint am effektivsten gegen Krebserkrankungen und Tumoren zu sein, bei denen viele Mutationen aufgetreten sind, und viele Kopf- und Halskrebserkrankungen sind genau das Richtige für Sie. Dies mag der Grund sein, warum die Immuntherapie bei Menschen, die zuvor nur wenige Optionen hatten, zu herausragenden Ergebnissen geführt hat.

In der Vergangenheit hatten Ärzte Menschen, deren Kopf- und Halskrebs nach der Behandlung zurückkehrte oder Fortschritte machte, nicht viel zu bieten. Eine Klasse von Immuntherapeutika, die als „Checkpoint-Inhibitoren“ bezeichnet werden, ist die erste, die nachweislich das Überleben zumindest einiger dieser Patienten verlängert. Bei einigen mit Immuntherapie behandelten Personen geht es mehr als zwei Jahre nach ihrer Erstbehandlung gut.

2. Checkpoint-Inhibitoren sind keine Erstbehandlung - zumindest noch nicht.

Bis Ende 2016 wurden von der US-amerikanischen Food and Drug Administration zwei Checkpoint-Inhibitoren für die Anwendung bei Menschen mit Kopf- und Halskrebs zugelassen: Nivolumab (Opdivo) und Pembrolizumab (Keytruda). Beide sind nur zur Anwendung bei Personen zugelassen, deren Krebs nach einer Chemotherapie erhalten geblieben ist oder sich verschlimmert hat.

Experten sagen voraus, dass die Immuntherapie eines Tages zur Behandlung von Menschen bald nach der Diagnose von Kopf- und Halskrebs eingesetzt wird. Derzeit werden jedoch zahlreiche Forschungsstudien durchgeführt, um festzustellen, ob die Immuntherapie wirksamer ist als herkömmliche Erstlinientherapien. Ob Checkpoint-Inhibitoren eine erste Behandlung für Kopf- und Halskrebs werden oder nicht, hängt von den Ergebnissen dieser Studien ab.

3. Immuntherapie funktioniert nicht bei jedem.

Ungefähr 20% der mit Immuntherapie behandelten Personen sprechen auf die Behandlung an - was bedeutet, dass ihr Krebs schrumpft oder verschwindet. Ungefähr 80% der Menschen sehen keinen Nutzen aus der Immuntherapie, und im Moment weiß niemand, wie er mit Sicherheit vorhersagen kann, welche Menschen davon profitieren und welche nicht.

Die Forscher arbeiten hart daran, Biomarker und medizinische Tests zu identifizieren, mit denen Ärzte im Voraus wissen, welche Patienten wahrscheinlich davon profitieren werden. Im Moment ist die einzige Möglichkeit, sicher zu wissen, ob eine Immuntherapie hilfreich ist oder nicht, ein Versuch.

4. Die Immuntherapie kann in Kombination mit anderen Behandlungen angewendet werden.

Chemotherapie, Chirurgie und Bestrahlung waren traditionell die Hauptstützen bei der Behandlung von Kopf- und Halskrebs und spielen weiterhin eine wichtige Rolle. Tatsächlich vermuten Forscher und Ärzte, dass die Kombination von Bestrahlung und Immuntherapie oder Chemotherapie und Immuntherapie sogar wirksamer sein kann als jede Behandlung allein.

Derzeit gibt es viele klinische Studien, in denen die Anwendung der Immuntherapie in Kombination mit anderen Behandlungen getestet wird. Diese Studien werden den Ärzten schließlich helfen, den optimalen Zeitpunkt und die optimale Reihenfolge der Behandlung zu bestimmen.

5. Schwerwiegende Nebenwirkungen sind selten.

Die meisten Menschen vertragen eine Immuntherapie besser als eine Chemotherapie. Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen sind Müdigkeit, leichter Durchfall und Hautausschlag oder Juckreiz.

Bei einer kleinen Anzahl von Patienten - laut Studien etwa 10% - treten schwerwiegendere Nebenwirkungen auf, einschließlich einer möglicherweise lebensbedrohlichen Entzündung der Lunge oder des Darms. Patienten mit Atembeschwerden, Husten ohne offensichtliche Ursache oder mehr als vier Stuhlgängen pro Tag über dem Ausgangswert sollten sich sofort an ihren Arzt wenden.